Bed & Breakfast für Millionäre, das erste 7-Sterne-Hotel in Europa

Pressemitteilung vom 20/03/2007, 09:21
Kategorie: Paare
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Mit dem neuen Hotel „Town House Galleria“ eröffnet in Mailand das erste 7-Sterne-Hotel in Europa – zumindest wenn man der PR glauben darf.

© flickr by foto franz

Wer in Mailand war, ohne die Galleria Vittoria Emanuele besucht zu haben, kann nicht wirklich behaupten, die Stadt gesehen zu haben. Schließlich handelt es sich um eine der ältesten überdachten Einkaufspassagen Europas, der größten allemal. Allein die zentrale Glaskuppel der 1877 eröffneten Shopping-Mall ist 47 Meter hoch, die einzelnen Gänge mit den hohen Bögen sind bis zu 165 Meter lang.

Die Galleria kann niemand übersehen, sie liegt in all ihrer neoklassizistischen Pracht und Größe mitten in der Stadt zwischen Dom und Scala. Die Galerie gleicht ein wenig einem öffentlichen Laufsteg. Die Mailänder nennen sie gerne auch „il salotto“, die „gute Stube“ der Stadt. Hierher kommt man, um zu sehen und gesehen zu werden.

Am 7. März eröffnet in dieser historischen Galerie nun das erste Hotel. Großzügig hat man sich selbst sieben Sterne verpasst. Das ist erlaubt, denn bis dato gibt es keine Hotelklassifizierung, die international verbindlich wäre. In Italien unterscheiden sich die Kriterien für Hotelklassen sogar von Region zu Region. Es handelt sich also vorerst um das einzige 7-Sterne-Hotel in Europa. In Sachen Sterne kann nur noch das „Burj Al Arab“ in Dubai mithalten, das sich ebenfalls sieben Sterne verliehen hat.

Rund zehn Millionen Euro hat Besitzer Alessandro Rosso in sein Projekt gesteckt. Das ist für ein Hotel nicht viel. Aber Rosso musste auch nicht ein nagelneues Haus errichten, sondern lediglich zwei Etagen direkt über dem Prada-Laden renovieren und einrichten. Herausgekommen sind 25 Suiten und ein Restaurant mit Bar, die rund um die Uhr geöffnet ist. Die Zimmer sind 30 bis 160 Quadratmeter groß. Jedes ist anders eingerichtet. Gestylt wurden sie von Innenarchitekt Ettore Mocchetti, der sich bereits einen Namen mit einigen Luxushotels gemacht hat, darunter dem vornehmen „Hotel de Russie“ in Rom.

Persönlicher Butler

Was ist aber nun sieben Sterne an dieser Unterkunft wert? Sie besitzt weder ein Wellnesscenter der Extraklasse noch einen Pool mit herrlichem Blick über die Stadt. Einen Park gibt es auch nicht, nur einen Innenhof. Die Suiten sind – zugegebenermaßen – für Designfans ein gekonnter Stilmix aus Neu und Alt, antiken Barockspiegeln und kratzfesten Plexiglastischen, postmodernen Polstersesseln in Renaissancefarben und zeitgenössischer Kunst an der Wand. Sie sind darüber hinaus mit allem ausgerüstet, was die gegenwärtige Unterhaltungselektronik zu bieten hat – Flachbildschirme und schnelle Internetverbindungen inklusive. Aber das ist inzwischen auch in den 5-Sterne-Häusern zu finden.

Sieben Sterne verdient vermutlich neben der zentralen Lage nur der Service, mit dem sich das „Town House Galleria“ profilieren will. Wer hier eincheckt, der bekommt für die Dauer seines Besuchs einen persönlichen Butler zur Seite gestellt. Der ist im Zimmerpreis mit inbegriffen und erledigt alles: vom Auspacken der Koffer bis zur Beschaffung der Karten für die Scala oder der Reservierung in den angesagten Restaurants. Er wird aber auch als Stadtführer oder Einkaufsbegleiter fungieren, wenn man danach verlangt, und die Gäste bedienen, die man in die Suite zum Souper geladen hat.

So viel Service kostet natürlich. Die Tarife liegen zwischen 800 und 4000 Euro pro Nacht. Das Preisniveau hat also wirklich sieben Sterne verdient.

Mehr Infos: www.townhouse.it/thgallery/

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